Herkunft und künstlerische Entwicklung
Die aus Saitama in Japan stammende Nozomi Hiwatashi lebt heute in Stuttgart und gehört zu den vielversprechendsten Talenten der Percussion-Szene. Mit feiner musikalischer Empfindsamkeit, beeindruckender technischer Kontrolle und ansteckender Spielfreude berührt sie Zuhörer, Kritiker und Wettbewerbsjurys gleichermaßen. Ihre Begeisterung gilt den unzähligen Klangfarben des Schlagwerks, vor allem der Marimba und dem gesamten Spektrum der Percussion-Instrumente.
Nach intensiven Marimba-Studien an der Tokyo College of Music bei Professoren wie Momoko Kamiya, Atsushi Sugahara, Syouichi Kubo und Hidemi Murase entdeckte sie durch eine Fernsehübertragung des ARD-Wettbewerbs die Stuttgarter Percussion-Szene und die außergewöhnliche Klangqualität deutscher Instrumente – das war der entscheidende Impuls für ihren Umzug nach Deutschland. Seit 2021 ist sie offizielle Kolberg-Artist.
Wettbewerbserfolge und Förderungen
In kürzester Zeit errang Nozomi Hiwatashi herausragende internationale Erfolge: Sie erreichte das Semifinale beim 68. Internationalen ARD-Wettbewerb 2019 in München, holte den 2. Preis sowie den Willem Vos Award beim TROMP International Percussion Competition Eindhoven 2020 und gewann den 1. Preis beim Southern California Marimba Competition 2021. Hinzu kommen weitere Preise, etwa der 2. Preis in der Marimba-Kategorie beim Italy Percussion Arts Society Competition sowie Erfolge beim Japan Wind Percussion Competition. Unterstützt wird sie durch Stipendien der Yamaha Music Foundation, der Seki Art Foundation Japan, der Tokyo College of Music und des Interstip-Programms.
Konzerttätigkeit und Repertoire
Als Solistin und in kammermusikalischen Formationen ist sie regelmäßig in Deutschland und international zu hören – darunter beim PULSE Festival 2020 in Kopenhagen, beim Matinée-Konzert des ARD-Wettbewerbs in München, als Gast-Solistin mit dem Gala Orchestra der Tokyo College of Music und an der Hochschule für Musik und Theater München. Ihr Repertoire umspannt klassische Werke, neue Kompositionen und Solostücke wie „Monodrame I“ von Yoshihisa Taira oder „blacksnowfalls“ von Wojtek Blecharz; sie ist in Konzertsälen und in Video-Produktionen mit Kolberg-Instrumenten präsent.
Ausbildung und pädagogisches Engagement
Den ersten Percussion-Unterricht erhielt sie bei Prof. Toshiaki Ishiuchi. Ihr Künstlerisches Diplom (Konzertexamen) legte sie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Marta Klimasara und Prof. Klaus Dreher ab. Weitere wichtige Impulse kommen von Prof. Jürgen Spitschka, Tomohiro Nishikubo und Satoko Ichimaru. Als gefragte Pädagogin teilt Nozomi Hiwatashi ihr Wissen in Meisterkursen und Workshops.
Blick in Nozomis Ausstattung
Bass Drum „Rebonds“
Als ich dieses Instrument kennenlernte, sagte ich zu mir: "Oh, das ist der Klang, den ich gesucht habe! So ist es gut, so ist es gut! Das war es, wonach ich gesucht habe!" Diese große Trommel hat einen in sich stimmigen Sound, der einen in den Magen trifft wie der Kick eines Schlagzeugs, aber sie hat auch eine Resonanz und Tiefe, die die Erde erzittern lässt. Diese Balance ist wirklich außergewöhnlich und habe ich selten so gehört! Der Name dieses Instruments ist "Rebonds“, aber ich denke, es kann ebenfalls für fast jedes weitere Setup verwendet werden, nicht nur für Xenakis' Werke.
Ich kann diese Trommel sehr weiterempfehlen, da sie auch so konzipiert ist, dass sie leicht einzupacken und praktisch zu transportieren ist, so dass sie zu jedem Konzert "mitreisen" kann."
- Nozomi Hiwatashi