Herkunft und künstlerisches Profil
Der in Istanbul geborene Emil Kuyumcuyan (1993) ist einer der vielseitigsten Künstler der Percussion-Szene. Seine kroatischen, griechischen, armenischen und afrikanischen Wurzeln prägen eine künstlerische Sprache, die zeitgenössische Klassik, Jazz und anatolische Musik verbindet. Neben seiner Tätigkeit als Interpret ist er auch als Komponist und Elektronikmusiker aktiv.
Internationale Konzerttätigkeit
Kuyumcuyan konzertiert weltweit als Solist und Kammermusiker. Er trat mit dem Asko|Schönberg Ensemble, dem Chœur de Radio France und den Percussions de Strasbourg auf und gastierte bei Klangkörpern wie dem Ensemble Intercontemporain, dem Ensemble Modern, dem Boulez Ensemble, dem Orchestre National de France oder der Opéra de Paris. Seine Programme verbinden Werke von Bach bis zu zeitgenössischen Uraufführungen und eigenen Kompositionen.
Wettbewerbe und Auszeichnungen
Seine künstlerische Leistung wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt. 2016 gewann er den 1. Preis der Tromp International Percussion Competition, einem der weltweit bedeutendsten Wettbewerbe für Schlagzeug. Weitere Erfolge erzielte er beim Stockholm International Music Competition und beim International Percussion Competition Luxembourg. Förderungen erhielt er u. a. von der Yamaha Foundation Europe, der Kunststiftung Baden-Württemberg und dem DAAD.
Komposition und Projekte
2019 präsentierte Kuyumcuyan mit I S T A N B U L | the roots seine erste multimediale Performance. 2023 folgte sein elektronisches Debütalbum It’s Not About Me (WIC Recordings), das Elemente aus IDM und Drum and Bass mit seiner klassischen Ausbildung verbindet. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von der Philharmonie Köln (KölnMusik), der IPEA Competition Shanghai und dem World Marimba Competition Stuttgart.
Professur
Seit 2023 ist Emil Kuyumcuyan Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). Zudem unterrichtet er am Royal Northern College of Music in Manchester. Seine Expertise vermittelt er in Meisterkursen und als Juror internationaler Wettbewerbe.
Blick in Emils Ausstattung
Multipercussionschlägel "Psappha" by Emil Kuyumcuyan
Diese Schlägel wurden gemeinsam mit Kolberg Artist Emil Kuyumcuyan für seine Interpretation von Iannis Xenakis Werk „Psappha“ entwickelt.
Wichtig war uns die Vielseitigkeit der Schlägel hinsichtlich Klangcharakter und Einsetzungsmöglichkeiten. Den Kern bildet eine hochqualitative extra harte Kunststoffkugel, welche mit weißer Wolle umwickelt ist. Durch den Two-Tone-Charakter lassen sich sowohl weiche, feine, als auch sehr wuchtige und laute Passagen mit denselben Mallets spielen.
Durch den elastischen Rattanstiel bieten sie ein sehr gutes Spielgefühl und entwickeln eine optimale Klangkultur fast ohne störende Anschlagsgeräusche. Ideal auch für andere Multi-Percussion-Werke und den Einsatz in Orchester- und Kammermusik.
Photo Credits: Venera Red